
„Es ist so ein schöne, einfache Variante, wenn man sonst nicht erklären kann, warum ein Digitalisierungsprojekt nicht vorangekommen ist, dass man unterfinanziert hat, wo man sich mit dem Partner nicht geeinigt hat, dann sagt man eben, der Datenschutz und die Datensparsamkeit haben das verhindert. Aber es ist und bleibt Quatsch.“
Ulrich Kelber erläutert im Gespräch mit Michael Lobeck und Franz-Reinhard Habbel, warum er europäischen Datenschutz einen großen Gewinn für Bürger:innen und Unternehmen findet, warum ihn ärgert, wenn immer wieder Datenschutz als Entschuldigung für andere Fehler genutzt wird, wie man ihn weiterentwickeln muss und warum Facebook aktuell von öffentlichen Stellen nicht rechtssicher genutzt werden kann.
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Erfahren Sie, wie Digitalisierung die Städte verändert.
Publizist & Digitalpionier Franz-Reinhard Habbel und Smart-City Experte Michael Lobeck reflektieren In ihrem Podcast die Transformation der Städte und Gemeinden in Deutschland und Europa.
Unterhaltsam und mit viel Wissen und Tipps: Hören Sie rein!
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Marcel Böttcher, CDO Bergisch-Gladbach und Fabienne Seiler von factro, erläutern im Gespräch mit Franz-Reinhard Habbel und Michael Lobeck, wie ein guter Plan mit guter Struktur erfolgreich wird.
Matt Shumer, ein KI Unternehmer hat im Februar 2026 einen alarmistischen Blog-Post zur aktuellen Entwicklung von KI veröffentlicht. Fazit: Die neuen Modelle sind super leistungsfähig, machen keine Fehler mehr und ersetzen in den nächsten 2-3 Jahren jede Menge Jobs, die heute als Einstieg dienen. Jetzt muss man sich mit den aktuellen Modellen (die es nur als Bezahlmodell gibt) beschäftigen, sonst ist man verloren. Der Wikipedia-Link verweist auch auf einige Entgegnungen, die den Alarmismus von Schumer nicht teilen.
https://en.wikipedia.org/wiki/SomethingBigIs_Happening
Rainer Mühlhoff, Professor für Ethik und kritische Theorien der Künstlichen Intelligenz an der Universität Osnabrück hat ein anregendes Buch geschrieben: „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“. Er schildert die Grundlagen der KI und ihre Auswirkungen – zum Beispiel bei der Anwendung in der Verwaltung. Er stellt grundsätzliche Überlegungen an zum Unterschied von bisheriger Verwaltungspraxis und effizienzoptimierter KI-Logik.
Mühlhoff, Rainer. Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus. Reclam, 2025. Für 8 Euro in jedem lokalen Buchladen.
Marcel Böttcher ist seit 2019 CDO der Großstadt Bergisch-Gladbach. Er hat schon einiges erreicht und legt Wert auf systematisches Vorgehen. Er stellt Prozesse in den Mittelpunkt und nicht die Technik. Er sorgt mit seinem Team und vielen Menschen in der Verwaltung dafür, dass die Prozesse der Stadt optimal funktionieren – und das dann auch digital.
https://de.linkedin.com/in/marcel-b%C3%B6ttcher-66901831b
Die E-Gov-Strategie der Stadt ist ein Beispiel für seine Arbeit. Die Basis für papierloses Arbeiten bildet das Dokumentenmanagementsystem mit Aktenplan und die dazugehörige Scanstrategie. Ein zentrales Serviceportal bietet den Bürger:innen schnelle Wege zur Stadt. E-Payment führt zu mehr Komfort bei den Bürger:innen und zu einer leichtern Abwicklung der Zahlungen bei der Stadt.
https://www.bergischgladbach.de/e-government-strategie.aspx
https://www.bergischgladbach.de/sachstand-zur-umsetzung-der-e-government-strategie.aspx
Fabienne Seiler, die bei factro dafür zuständig ist, dass die neuen Kund:innen zufrieden sind, erläutert den Vorteil eines Projektmanagementsystems vor allem damit, dass ein gemeinsames Bild entsteht – vom Ziel und vom täglichen Projektstand. Das macht Zusammenarbeit auch über Ämtergrenzen leichter.
https://de.linkedin.com/in/fabienne-seiler-892757188
Auf der Webseite von factro finden Sie die Geschichte der Nutzung des Programms von Bergisch-Gladbach erzählt.

Ulrich Kelber, der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte hat nicht nur der Bundesregierung per Bescheid verboten, ihre Facebook-Fanpage weiter zu betreiben, er achtet auch privat in ehrenamtlichen Gruppen darauf, dass Messenger genutzt bzw. angeboten werden, die nicht die Daten von Menschen ausspionieren, die nie ihre Zustimmung gegeben haben.
Gleichzeitig liegt ihm als studiertem Informatiker die Digitalisierung der Kommunen sehr am Herzen und er sieht die große Herausforderung gerade für kleine Kommunen alle Vorschriften und Richtlinien, die auch den Datenschutz betreffen, in der täglichen Arbeit zu berücksichtigen.
Die Antwort kann aus seiner Sicht nur sein, die großen Konzerne, die mit Ausspionieren und Diebstahl unserer Daten Geld verdienen, mit der Macht von fast einer halben Milliarde Nachfrager:innen in Europa dazu zu zwingen, datenschutzkonforme Dienste anzubieten. Länder und der Bund sind zum einen gefordert, das mit Europa durchzusetzen und zum anderen Kommunen gute digitale Lösungen anzubieten, die diese dann bedenkenlos nutzen können.
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